Xiaomi Mi 9 Lite Display

Xiaomi Mi 9 Lite im Test

Als ich vor der Frage stand, welches Smartphone ich mir als nächstes kaufe, habe ich mir eine Liste an Anforderungen erstellt. Anhand dieser Liste habe ich dann eine kleine Auswahl zusammengestellt und mich schlussendlich für das Xiaomi Mi 9 Lite entschieden. Warum es genau das geworden ist, erfahrt ihr auf den kommenden Zeilen.

Xiaomi Mi 9 Lite Display 4

Design

Das Mi 9 Lite ist sehr gut verarbeitet und durch die abgerundete Rückseite aus Glas, sorgt es für einen Premium Charakter. Mit Abmessung von 157 x 75 x 8,7 Millimeter ist es ein sehr grosses Gerät. Das Gewicht von 179 Gramm ist mir nicht störend aufgefallen. 

Der Fingerabdrucksensor sitzt unter dem Display und ist mit dem Daumen sehr gut zu erreichen. Der Sensor reagiert relativ schnell, jedoch immer noch langsamer als die Gesichtserkennung, die ebenfalls verbaut ist.

Hardware und Performance

Beim Mi 9 Lite setzt Xiaomi auf Mittelklasse Hardware. Verbaut ist ein Snapdragon 710 SoC verbaut mit Adreno 616 Chipset für die Grafik. Die Performance ist für den alltäglichen Gebrauch sehr gut. Zwischendurch gibt es kleine Ruckler, die aber nur sehr selten auftreten und meistens dann, wenn man viele Apps im Hintergrund geöffnet hat. 

Xiaomi Mi 9 Lite Display

Ich habe mit dem Mi 9 Lite auch einige Stunden gezockt und war sehr zufrieden mit der Performance. Auf mittleren Grafikeinstellungen laufen eigentlich alle Games fast ohne Ruckler. Zwischendurch gab es aber ein bisschen längere Wartezeiten als bei z.B. einem Samsung Galaxy S20, was aber auch verständlich ist, da dieses ein Snapdragon 865 verbaut hat. 

Es gibt zwei Varianten des Mi 9 Lite. Eine mit 64GB und eine mit 128GB Systemspeicher. Beide sind mit 6GB Ram ausgestattet und das reicht aus um Apps noch lange im Hintergrund offen zu halten.

Akku

Der Akku ist mit 4030 mAh relativ gross ausgefallen. Das hat mich problemlos durch den Tag gebracht und am Abend hatte ich meistens noch 40-50% übrig. Wenn man sich mit der Smartphone-Nutzung ein bisschen zurückhält, sind zwei Tage nutzung ohne Laden sehr gut möglich. Ich hatte das Always-On-Display immer eingeschaltet und es hatte keinen grossen Einfluss auf die Akkulaufzeit. Etwa alle zwei Stunden verliert es 1% und damit waren auch ca. 7 Stunden Screen On Time problemlos möglich.

Kamera

Die Kamera des Mi 9 Lite konnte mich überzeugen. Ausgestattet ist es mit einem 48 Megapixel Sensor von Sony, den man auch in vielen Flaggschiff Geräten findet. Die Blende von f1.79 ist eher weniger für Nachtaufnahmen geeignet. Es befindet sich auch noch ein 8 Megapixel Ultra-Weitwinkel Sensor und ein 2 Megapixel Sensor für Bokeh/Portrait Aufnahmen auf der Rückseite. Bei der Frontkamera setzt Xiaomi beim Mi 9 Lite auf einen 32 Megapixel Sensor.

Xiaomi Mi 9 Lite Kamera 2

Die Bilder werden bei guten Lichtverhältnissen sehr gut, was bei einem Smartphone in diesem Preisbereich nicht selbstverständlich ist. Die Aufnahmen wirken scharf, die Farben natürlich und auch der Dynamic Range ist bereits ohne HDR Modus ziemlich gut.

Für die schlechten Lichtverhältnisse hat Xiaomi in der Kamera Software einen Nachtmodus verbaut. Doch dieser kann micht nicht so begeistern. Die Bilder wirken auf dem Handy betrachtet noch akzeptabel, doch sobald man hineinzoomt,  verschwindet alles im Pixelmatsch. Es gibt keine Details mehr und auch die Farben sehen nicht mehr gut aus. Für einen kurzen Schnappschuss reicht es aus, doch für mehr kann man es auch nicht brauchen.

Die Weitwinkelkamera hat mir sehr gut gefallen. Man erkennt zwar einen Unterschied in der Qualität, doch sie bietet einen grossen Mehrwert. Durch den Weitwinkel bekommt man mehr aufs Bild und kann neue Perspektiven ausprobieren. Ebenfalls gut ist die dritte Linse, mit 2 Megapixel, die für Portraitaufnahmen geeignet ist. Der Vordergrund wird gut und sehr genau vom Hintergrund getrennt. Die Ergebnisse gefallen mir sehr gut.

Die Frontkamera mit 32 Megapixel macht bei gutem Licht sehr schöne Bilder, aber in der Dunkelheit sollte man sie eher weniger verwenden.

Display

Im Xiaomi Mi 9 Lite ist ein 6.39” AMOLED Display mit einer Full HD+ (1080×2340) Auflösung verbaut. Das Display ist mit 19.5:9 ein wenig länger als die meisten aktuellen Smartphones, doch das fällt in der täglichen Benutzung nicht gross auf. 

Xiaomi Mi 9 Lite Notch

Mit einer Pixeldichte von 403 Pixel pro Zoll ist es genug scharf um keine einzelnen Pixel zu sehen und auch die Farben wirken sehr echt und lebendig. Wem die Farben nicht passen oder das Display ein wenig anders kalibrieren möchte, geht hier leider leer aus. Es gibt zwar den Lesemodus in den Display Einstellungen, doch dort kann man das Display nur wärmer und kälter machen. Um die Farben zu ändern muss man beim Mi 9 Lite auf Drittanbieter Apps ausweichen.  

Durch das AMOLED Display besitzt das Smartphone einen perfekten Schwarzwert. Ebenfalls möglich wurde dadurch das Always-On-Display. Bei MIUI, der Software von Xiaomi heisst dieser Punkt in der Einstellungen “Immer eingeschaltetes Display”. Hier hat Xiaomi sehr gute Arbeit geleistet. Es gibt viele Templates aus denen man auswählen kann und wer möchte, kann auch sein eigenes Bild anzeigen lassen. 

Software

Xiaomi setzt bei ihren Smartphones auf eine stark angepasste Version von Android mit dem Namen MIUI. Auf dem Mi 9 Lite ist MIUI 11 in der Android Version 10 installiert. Obwohl ich Stock Android eigentlich mehr mag, bin ich sehr angetan von MIUI 11. Es bietet viele Einstellungsmöglichkeiten und Features, die einem die Smartphone nutzung erleichtern oder verbessern. Dadurch, dass es für das Mi 9 Lite auch eine Europäische Version gibt, kommt es nicht mit so vielen, vorinstallierten Apps. Doch es gibt trotzdem für fast alle Google Apps, ein replika von Xiaomi.

Xiaomi Mi 9 Lite Display

MIUI 11 und jetzt dann bald auch MIUI 12 ist deutlich schöner als die Vorgänger und deshalb kann ich damit auch trotz meiner Liebe zu Stock Android leben.

Wer denoch lieber eine reine Version von Android nutzen möchte, kann dafür gerne bei den XDA-Developers vorbeischauen, denn dort hat es eine grosse Auswahl an ROMs für das Mi 9 Lite. Das Entsperren des Bootloaders ist zwar ein wenig komplizierter und nimmt auch ein wenig Zeit in Anspruch, doch es lohnt sich auf jedenfall.

Fazit

Aus meiner Sicht, ist das Xiaomi Mi 9 Lite ein gutes Mittelklasse Smartphone. Das Display gefällt mir sehr gut, die Kamera konnte mich auch überzeugen und auch die Performance ist gut, wenn man nicht sehr viel Games auf dem Smartphone benutzt. Für die alltäglichen Aufgaben wie das Chatten, Surfen und ab und zu Videos oder Serien zu schauen reicht es vollkommen aus. Für einen Preis von um die 300 Franken, bzw. Euro, kann ich es nur empfehlen. 

Wobei man jetzt beachten sollte, dass der Nachfolger, das Mi 10 Lite einen deutlich besseren Prozessor aufweist und auch 5G unterstützt. Wenn das für dich Pflicht ist, solltest du deshalb besser zum teureren Mi 10 Lite greifen.

Standardbild
Florian Stettler
Hi! Ich bin Florian, der Gründer dieses Blogs. Mit diesem Blog kann ich neben meinem Job als Informatiker meine Begeisterung für Technik, besonders Smartphones und Kameras ausleben.
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